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Lebensraum

Kopfweiden sind Zeugen einer alten Wirtschaftsform unserer Heimat und damit im Laufe der Zeit Nahrungs- und Brutplatz für viele Tiere geworden. Alte dickstämmige Weiden können von mehr als 400 Insektenarten bewohnt werden. Im morschen Weichholz des alten Kopfbaumes leben viele gefährdete Käferarten wie Moschusbock, Pappelbock und Weidenbock. Auch die Larven von anderer Insektenfamilien leben von, auf oder in Weiden. Schmetterlinge wie der Weiderbohrers bevorzugen Kopfweiden als Lebensraum. Seine Larven leben zwei Jahre in den Stämmen oder dicken Ästen von Weiden. Die Weidenlibelle legt ihre Eier in die Rinde der am Wasser stehenden Weiden. Die aus ihnen schlüpfenden Vorlarven fallen von hier entweder ins Wasser, oder sie versuchen durch schnelle Bewegungen vom trockenen Ufer ins Wasser zu gelangen. Besonders im Winter leben viele Vögel wie zum Beispiel Meisen und Spechte von den Insektenlarven. Durch den Kopfweidenschnitt und die vielfältigen Aktivitäten der Tiere und auch der Pilze entstehen im Laufe der Jahre große Höhlen in den Bäumen. In diesen hohlen Stämmen und ausgefaulten Baumhöhlen brüten Fliegenschnäpper, Grauschnäpper, Weidenmeisen, Feldsperlinge und Rotschwänze. Daneben finden auch Steinkauz und sogar Turmfalken gute Nistmöglichkeiten. Auch Fledermäuse wie der Abendsegler nutzen gerne die Höhlen. Und nicht zuletzt nutzen selbst Wiesel und Marder Kopfweiden als Baue. Im zeitigen Frühjahr sind es die Weiden, die mit ihren vielen Kätzchen-Blüten den Bienen eine erste Weide bieten.

Weidenbohrer auf Weidenstamm

 

 
 
 
   
 


Letzte Änderung:
03.03.2017, 15:53