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Bastelideen

Weidenflöte

Suche einen Weidenzweig mit einem möglichst langen Stück zwischen zwei Ästen (bzw. Augen) und konstantem Durchmesser (etwa 1cm oder mehr). Schneide den Weidenzweig rechts senkrecht zur Stockrichtung mit einem scharfen Messer ab (Schnitte immer rot gekennzeichnet). Schneide das linke Ende erst ab, wenn die Flöte fertig ist. Schneide das rechte Ende schräg an. Entferne links die Rinde, so dass ein Ring entsteht. Schneide rechts oben eine flache Kerbe, aber nicht zu weit rechts, so dass später ein Mundstück entstehen kann. Jetzt kommt der schwierigste Teil. Umfasse die Rinde fest mit der rechten Hand und halte den Stock mit der linken Hand fest. Drehe vorsichtig die Rinde ein klein wenig. Die Rinde bewegt sich. - Lässt sich die Rinde so nicht lösen, so lege den Stock auf ein Knie und schlage leicht auf jede Stelle der Rinde mit dem Griff des Messers. Meist lässt sich dann die Rinde abdrehen und nach rechts abziehen. Schneide das Mundstück senkrecht zur Stockrichtung ab. Schneide das Mundstück oben eben ab, so dass später ein Luftstrom möglich ist. Vorsichtig! Nicht zu viel abschneiden. Besser später bei Bedarf vergrößern. Stecke das Röhrchen aus Rinde auf den Holzkörper und setze das Mundstück ein. Die Flöte ist fertig. Diese Luftsäule wird durch Anblasen in Schwingungen versetzt. Die Länge der Luftsäule und damit die Tonhöhe können verändert werden. Über Nacht sollte man die Flöte in Wasser legen. Trotzdem ist die Rinde nach ein paar Tagen ausgetrocknet und die Weidenflöte funktioniert nicht mehr.

Kriechtunnel

Besonders beliebt bei Kindern im Alter bis zu sechs Jahren ist der Kriechtunnel. Was Länge und Form angeht, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Die Breite sollte zirka 80 cm betragen. Ganz wichtig ist, vorher an den Bodenbelag zu denken: nur Zwerge können in diesem Tunnel Rasen mähen. Am besten als Bodenbelag geeignet sind Sand, Kies oder Mulch.
 Material:
- für das Gerüst ein- bis dreijährige, 180 bis 200 cm lange Ruten
- zum Füllen des unteren Bereichs 30 cm lange Stecklinge
Ausführung: Tunnellinien im Abstand von zirka 80 cm mit Sand markieren. Weidenruten in 20 cm Abstand diagonal gegenüberliegend in die Erde setzen. Die biegsamen Zweige in der Mitte mit Paketschnur zusammenbinden, damit eine Tunneleffekt entsteht. Der untere Tunnelbereich lässt sich durch kürzere Stecklinge blickdichter gestalten. Die Austriebe sollten regelmäßig verflochten werden.
Ein Wort zur Pflege
Bereits ab dem zweiten Jahr müssen die jungen Triebe genau beobachtet werden. Alles Grün strebt bei einem Baum nach oben, daher neigen gerade Hütten im unteren Bereich zum Verkahlen. Austriebe müssen verflochten bzw. zurückgeschnitten werden. Bei mangelnder Verzeigung hilft das Einkürzen der Zweige um 5 cm. Dieser Rückschnitt regt das Wachstum und die Verzweigung an. Ab dem dritten Jahr ist an guten Standorten ein jährlicher Rückschnitt zwingend erforderlich, will man sein Bauwerk in guter Form erhalten. Die beim Rückschnitt gewonnenen Ruten eignen sich hervorragend für weitere Flechtarbeiten.

 Eine Indianerhütte aus Weiden

Als Schattenspender, als Picknickplatz und als Klönecke geeignet, ist die Hütte meist das erste Projekt eines ökologisch gestalteten Spielplatzes. Der Durchmesser für einen Aufenthaltsplatz für bis zu drei Kindern sollte zirka 150 cm betragen.
 Material:
 - für das Gerüst mehrjährige, 200 bis 250 cm lange Weidenäste mit einem Durchmesser von 5 bis 10 cm bzw. 3 bis 5 cm Durchmesser (Näheres siehe unter Punkt „Ausführung")
- zum Flechten der Querverbindungen ein- bis dreijährige, 180 bis 200 cm lange Ruten - zum Füllen des unteren Bereichs 30 cm lange Stecklinge
- Sand zum Markieren
- stabile Kordel zum Binden Ausführung: Einen Kreis mit Sand markieren. Entlang des vorgezeichneten Kreises einen Setzgraben spatenbreit zirka 40 bis 50 cm tief ausheben.
Zuerst werden die Gerüststangen gesetzt, und zwar zweimal jeweils drei Stangen (Durchmesser 5 bis 10 cm) schräg, in gleichmäßigem Abstand. Die Stangen werden anschließend am oberen Ende mit starker Kordel fest zusammengebunden. Ein Feld zwischen den Gerüststangen bleibt als Eingang frei, die übrigen fünf Felder werden mit dünneren Weidenästen (3 bis 5 cm Durchmesser) gefüllt. Der Abstand zwischen den Stäben sollte zirka 25 bis 30 cm betragen. Den Graben schichtweise wieder verfüllen, Erde antreten, gut wässern. Zum Flechten der Querverbindungen steckt man ein- bis dreijährige Ruten in die Erde und flicht diese in die Gerüststangen ein, um die Konstruktion stabiler und blickdichter zu machen. Das hört sich leicht an, verlangt aber etwas Übung. Störrisches Material kann man mit Kordel festbinden. Zum Füllen des unteren Bereichs reichen kleine, zirka 30 cm lange Stecklinge aus.

 

 
 
 
   
 


Letzte Änderung:
03.03.2017, 15:53